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the future is unwritten als Gruppenzusammenhang besteht seit dem Sommer 2011, hervorgegangen aus dem Organisationskreises des 1.Mai-Bündnisses Leipzig. Damals rief das Bündnis unter dem Namen “the future is unwritten – Für eine Perspektive jenseits von Arbeitswahn und Staatsfetisch” zur Kampagne und Demonstration auf. Nach erfolgreicher Beendigung und Auswertung entschieden wir uns zur weiteren politischen Zusammenarbeit unter dem Namen der Kampagne. Inhaltlich haben wir uns seitdem insbesondere mit einer dezidierten Arbeits- und Kapitalismuskritik, Krisentheorien, der Kritik des Rassismus und staatlicher Migrationspolitik, sowie der Kritik des Antisemitismus beschäftigt. Überdies widmen wir uns der Bekämpfung der rassistischen sächsischen Verhältnisse in Metropolen und Provinz.

Im Sommer 2012 sind wir dem kommunistischen „…ums Ganze!“-Bündnis beigetreten. Damalige wie heutige Motivation ist die bundesweite und darüber hinausgehende Organisierung in einem linksradikalen Bündnis, das bestrebt ist, linksradikale Gesellschaftskritik überregional zu vernetzen und handlungsfähig zu machen. Dabei geht es uns um eine Kritik gesellschaftlicher Herrschaft als ganzer. Denn Herrschaft ist in der gegenwärtigen Gesellschaftsordnung verankert – in der Art und Weise, wie Individuen, Unternehmen und Nationalökonomien sich im Kapitalismus tagtäglich reproduzieren müssen. Als Gruppe bei …umsGanze! sind wir mittlerweile Teil des transnationalen Vernetzungsprojektes „Beyond Europe“, das sich zum Ziel gesetzt hat, linksradikale Organisationen in Europa und darüber hinaus im gemeinsamen Austausch miteinander zu verbinden. Der Kapitalismus hat noch nie an den Grenzen der jeweiligen Nationalstaaten aufgehört, sondern funktioniert seit jeher international. Von daher ist es an der Zeit, Widerstand und kommunistische Praxis global zu denken und gemeinsam handlungsfähig zu werden.

Seit längerer Zeit setzten wir uns intensiv mit der Frage nach einer richtigen Strategie kommunistischer Praxis auseinander. Wenn die Linke in irgendeiner Form relevanten Einfluss auf den gesellschaftlichen Normalvollzug nehmen will, wird sie ohne kontinuierliche Strukturen, die Staat, Patriarchat und Kapitalismus auf Höhe ihrer Zeit kritisieren, nicht auskommen. Seit ihrem Bestehen scheitert die radikale Linke immer wieder an der Aufgabe, verbindliche und kontinuierliche Organisationsformen zu etablieren. Für uns bedeutet „links-sein“ kein subkulturelles Lebensgefühl, sondern an sich selbst und die Gesellschaft den politischen Anspruch anzulegen, jene Verhältnisse zu überwinden, in denen der Mensch ein „erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist“ (Marx).

the future is unwritten (im Frühjahr 2014, mit kleinem Update vom Oktober 2016)

Wir wissen, was ihr letzten Winter getan habt…

„Wir sind Deutschland“ und der Rückkehr des Völkischen entgegentreten! Redebeitrag von the future is unwritten – Leipzig auf der Demonstration »Den III. Weg zerschlagen!« am 17. Dezember 2016 in Plauen.

Von Leipzig nach Plauen – den III. Weg zerschlagen!

Die Antifaschistischen Gruppen des Vogtlands rufen für den 17. Dezember dazu auf eine Demonstration durch den von Kadern der rechten Partei der III. Weg bewohnten Plauener Stadtteil Haselbrunn durchzuführen. Deshalb rufen wir dazu auf mit uns am 17. Dezember 2016 nach Plauen zu fahren. Es gibt einen Zugtreffpunkt für Leipzig um 11 Uhr 15 am S-Bahnhof Connewitz.

Sächsische Verhältnisse aufmischen – das Beispiel der “Time to Act”-Kampagne

Der folgende Text ist im Rückblick und anhand beispielhafter Darstellungen aus der (süd-)sächsischen Situation im Jahr 2016 verfasst und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Weder können wir die Situation in den einzelnen Regionen so gut einschätzen wie die Aktivist_innen vor Ort, noch können wir einen repräsentativen Überblick über rassistische und antirassistische Bewegungen in Sachsen geben.